Abschied von Pfarrerin Ruf-Schlüter

Unsere Pfarrsekretärin Carmen Espada hat die Verabschiedung von Pfarrerin Ruf-Schlüter für die Donau-Post beschrieben:

Wohlverdienter Ruhestand für die evangelische Pfarrerin Margarete Ruf-Schlüter

Mit den Klängen des Posaunenchors endete für die evangelische Pfarrerin Margarete Ruf-Schlüter der letzte gehaltene Gotttesdienst in der Lutherkirche in Neutraubling. 20 Jahre lang war sie eines der Gesichter der Kirchengemeinde. Viele Taufen, Trauungen und Beerdigungen hat sie begleitet, immer mit einem offenen Ohr für ihre Mitmenschen und mit viel Mitgefühl. 

„Es hat mir alles viel Freude bereitet“, sagte Margarete Ruf-Schlüter an diesem Sonntag in ihrer Predigt, in der sie hervorhob wie wichtig nicht nur das Mitanpacken, sondern gerade auch das Zuhören und besonders in der heutigen Zeit ein respektvolles Miteinander ist. Eben einfach auch Mitmensch sein. In einem feierlichen Akt wurde dann Margarete Ruf-Schlüter von der stellvertretenden Dekanin Dr. Mayer-Schärtel offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Diese erinnerte an die unterschiedlichsten Aufgaben die Ruf-Schlüter als geschäftsführende Pfarrerin mit viel Herzblut und Engagement bewältigte.

In der voll besetzten Kirche dankte stellvertretend für alle Bürgermeister Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche, die oft zu gemeinsamen Aktivitäten und Feste in dem schönen Kirchgarten führte. Der Pastoralreferent der katholischen St. Michaelskirche Manuel Hirschberger verabschiedete sich mit einem Lieblingsgebet von Papst Franziskus. Nicht ohne vorher zu betonen, wie sehr der evangelischen Pfarrerin der ökumenische und interreligiöse Austausch auch immer sehr am Herzen lag.

Bevor die Theologin im März 2005 ihr Amt in Neutraubling antrat, führte sie ihr Weg durch viele Stationen in Deutschland, aber auch in die Schweiz und sogar bis nach Indien.
An seine erste Begegnung in Nürnberg erinnerte sich Pfarrer Thomas Koschnitzke, der für das Pfarrkapitel Regensburg-Stadt sprach.
„Schon damals ist sie meinungsoffen und diplomatisch“, so Koschnitzke, „hört sich viele Seiten an, wägt ab und trifft dann eine Entscheidung“.
Dies zeigte sich auch in den Sitzungen mit dem Kirchenvorstand, die gut vorbereitet und strukturiert waren, wie die Vertrauensfrau Gabriele Schmid anschließend verriet. Im Namen des Kirchenvorstands dankte sie für die zahlreichen gemeinsamen Gotttesdienste und viele tiefgreifende und auch persönliche Gespräche.

Dann ist es für die Pfarrerin Zeit, Abschied zu nehmen von der Kirchengemeinde, der Kollegin Ingrid Koschnitzke, dem Team und auch langjährigen Mitarbeitern der Kirche. Sie nutzt die Gelegenheit allen innigst zu danken für die tatkräftige Unterstützung in all den Jahren, besonders auch in den schweren Zeiten.

Pfarrerin Margarete Ruf-Schlüter wird Neutraubling weiterhin verbunden bleiben, verriet sie der Kirchengemeinde. Nach dem Auszug aus der Dienstwohnung würden sie und ihr Mann Harald eine neue Bleibe in Neutraubling beziehen. Außerdem wird sie noch bis Mai bei Beerdigungen und einigen Besuchen mithelfen.

Und in einem waren sich alle einig: Die gesamte Gotttesdienstgemeinde wünschte ihr von Herzen alles Gute für die Zukunft, besonders Gesundheit, viel Freude mit der Familie und Gottes Segen.

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